Sonntag, 25. Februar 2007

Uluru-Safari - Tag 2 > Ayers Rock <

Aaaaalso... ich habe meine erste Outback-Camping-Nacht ueberlebt :-) Aber ehrlich, geschlafen habe ich nicht viel! Es hat gestuermt in der Nacht und ich habe mich echt gesorgt, ob es wohl mein Zelt wegwindet. Einige der Gruppe haben in sogenannten Swags draussen geschlafen. Beim Fruehstueck haben sie sich dann ueber die Sandkoerner beklagt, welche sie beim Muesli essen zwischen den Zaehnen hatten. Der Wind hat den Wuestensand ueberall hingeweht. Einige haben dann auch mitten in der Nacht ins Zelt gewechselt.

Wir haben also um 05.00 Uhr Fruehstueck gegessen und sind um 05.30 Uhr zum Ayers Rock gefahren, um den Sunrise zu sehen. Das war einiges eindruecklicher als der Sonnenuntergang. Tatsaechlich veraendern sich die Farben dieses wunderschoenen Berges von Sekunde zu Sekunde.



















Danach haben wir den Mala-Walk gemacht, eine kleine Wanderung durch heilige Staetten der Aboriginals. Wir erfuhren, wie die Ureinwohner Australiens mit dem Busch, der Wueste zurecht kommen, wie sie z.B. Wasser finden, oder wie sie ihr Wissen an die Jungen weiter geben. Eindruecklich, wieviel Kultur dieses Volk besitzt.
Als naechstes stand die Wanderung um den heiligen Berg herum auf dem Programm. Das war eines der Highlights fuer mich! Der Berg sieht von weitem so eindruecklich und schoen aus. Aber von nahem hat er mir noch besser gefallen. Dieses Rot der Felsen, diese glatte, runde Oberflaeche, die doch erstaunlich viele Loecher und Risse aufweist. Der Berg ist uebrigens original nicht rot, das ist der Wuestensand, der in die poroese Oberflaeche geweht wurde, der den Berg rot erscheinen laesst! Wieder hatten wir mit Hitze und hunderten von Fliegen zu kaempfen, aber ich war trotzdem begeistert und happy, dass ich das alles erleben durfte.

Am Nachmittag stand dann die Fahrt in den Kings Canyon auf dem Plan, was uns wieder fast vier Stunden kostete! Wir hatten die Gelegenheit, vor dem Nachtessen im Pool zu baden. Dummerweise hatte ich meine Badesachen aber nicht dabei! Zum Dinner gabs echtes Bush-Camping-Essen aus Gusseisen-Toepfen, die direkt in die Kohlen gestellt werden. Doc war nicht nur ein guter Fahrer und kompetenter Guide, er war auch ein hervorragender Koch. Es war lecker! Den Uebername Doc hat er uebrigens erhalten, weil er so dem Doc aus "Back to the Future" gleicht.... erinnert ihr euch an diesen lustigen, chaotischen und tolpatischen Charakter. Doc hat etwa so ausgesehen wie er und auch einige dieser Charakterzuege an den Tag gelegt. :-)

Wiederum war um 22.00 Uhr Ende Feuer, aber dieses Mal war ich darauf vorbereitet. Wenn in der Wueste im Camp das Licht geloescht wird, ist es einfach dunkel. Ich hatte zwar eine Taschenlampe dabei, aber es wird ein bisschen anstrengend, sich damit das Nachtlager und die Waesche fuer den naechsten Tag zurecht zu legen. Somit habe ich das alles am zweiten Abend schon fruehzeitig bereit gelegt und konnte dann relaxed nach dem Lichter loeschen zu Bett gehen. Ich werde noch zum Camping-Profi :-D

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