Montag, 26. Februar 2007

Uluru-Safari - Tag 3 > Kings Canyon <


Ich bin gesund und happy von der dreitaegigen Camping-Safari zurueckgekehrt! Leider fehlt mir im Moment die Zeit um ausfuehrlich zu berichten. Ich hoffe dies bald nachholen zu koennen. Fuers erste also einfach ein paar Bilder:

Sonntag, 25. Februar 2007

Uluru-Safari - Tag 2 > Ayers Rock <

Aaaaalso... ich habe meine erste Outback-Camping-Nacht ueberlebt :-) Aber ehrlich, geschlafen habe ich nicht viel! Es hat gestuermt in der Nacht und ich habe mich echt gesorgt, ob es wohl mein Zelt wegwindet. Einige der Gruppe haben in sogenannten Swags draussen geschlafen. Beim Fruehstueck haben sie sich dann ueber die Sandkoerner beklagt, welche sie beim Muesli essen zwischen den Zaehnen hatten. Der Wind hat den Wuestensand ueberall hingeweht. Einige haben dann auch mitten in der Nacht ins Zelt gewechselt.

Wir haben also um 05.00 Uhr Fruehstueck gegessen und sind um 05.30 Uhr zum Ayers Rock gefahren, um den Sunrise zu sehen. Das war einiges eindruecklicher als der Sonnenuntergang. Tatsaechlich veraendern sich die Farben dieses wunderschoenen Berges von Sekunde zu Sekunde.



















Danach haben wir den Mala-Walk gemacht, eine kleine Wanderung durch heilige Staetten der Aboriginals. Wir erfuhren, wie die Ureinwohner Australiens mit dem Busch, der Wueste zurecht kommen, wie sie z.B. Wasser finden, oder wie sie ihr Wissen an die Jungen weiter geben. Eindruecklich, wieviel Kultur dieses Volk besitzt.
Als naechstes stand die Wanderung um den heiligen Berg herum auf dem Programm. Das war eines der Highlights fuer mich! Der Berg sieht von weitem so eindruecklich und schoen aus. Aber von nahem hat er mir noch besser gefallen. Dieses Rot der Felsen, diese glatte, runde Oberflaeche, die doch erstaunlich viele Loecher und Risse aufweist. Der Berg ist uebrigens original nicht rot, das ist der Wuestensand, der in die poroese Oberflaeche geweht wurde, der den Berg rot erscheinen laesst! Wieder hatten wir mit Hitze und hunderten von Fliegen zu kaempfen, aber ich war trotzdem begeistert und happy, dass ich das alles erleben durfte.

Am Nachmittag stand dann die Fahrt in den Kings Canyon auf dem Plan, was uns wieder fast vier Stunden kostete! Wir hatten die Gelegenheit, vor dem Nachtessen im Pool zu baden. Dummerweise hatte ich meine Badesachen aber nicht dabei! Zum Dinner gabs echtes Bush-Camping-Essen aus Gusseisen-Toepfen, die direkt in die Kohlen gestellt werden. Doc war nicht nur ein guter Fahrer und kompetenter Guide, er war auch ein hervorragender Koch. Es war lecker! Den Uebername Doc hat er uebrigens erhalten, weil er so dem Doc aus "Back to the Future" gleicht.... erinnert ihr euch an diesen lustigen, chaotischen und tolpatischen Charakter. Doc hat etwa so ausgesehen wie er und auch einige dieser Charakterzuege an den Tag gelegt. :-)

Wiederum war um 22.00 Uhr Ende Feuer, aber dieses Mal war ich darauf vorbereitet. Wenn in der Wueste im Camp das Licht geloescht wird, ist es einfach dunkel. Ich hatte zwar eine Taschenlampe dabei, aber es wird ein bisschen anstrengend, sich damit das Nachtlager und die Waesche fuer den naechsten Tag zurecht zu legen. Somit habe ich das alles am zweiten Abend schon fruehzeitig bereit gelegt und konnte dann relaxed nach dem Lichter loeschen zu Bett gehen. Ich werde noch zum Camping-Profi :-D

Samstag, 24. Februar 2007

Uluru-Safari - Tag 1 > The Olgas <

Die Uluru-Safari ging am fruehen Samstag Morgen (06.00 h) los. Ich wurde von Doc, unserem Guide, zusammen mit Suguru und Daishi, zwei Jungs aus Japan, vor dem Hostel aufgepickt. Nach und nach haben wir dann die anderen Reiseteilnehmer zusammen gesammelt und machten uns dann auf den Weg - ein weiteres Mal durch endloses Niemandsland. Wir stoppten bei einer Kamelfarm (Ja, es gibt tatsaechlich Kamele in Australien! Die wurden vor Jahrhunderten fuer Expeditionen eingeschifft und als sie nicht mehr gebraucht wurden, hat man sie einfach in der Wildnis ausgesetzt. Die Kamele kommen aber mit dem Outback-Klima gut zurecht und sind inzwischen gesuender als all die afrikanischen und asiatischen Kamele) und einmal bei einer Tankstelle. Nach vier Stunden konnten wir weit in der Ferne den Ayers Rock erkennen. Es war ein bewegender Moment... ich war richtig aufgeregt. Ueberhaupt ging es mir gut! Die Gruppe war lustig und nett, Doc schien echt was drauf zu haben und belieferte uns nonstop mit Informationen und ich hatte ueberhaupt keinen Bammel vor der Camping-Nacht. Ich war so richtig in Abenteuerstimmung :-)
Hier die Olgas von weitem...

Wir sind dann erst mal zum Ayers Rock gefahren um ihn von nahe zu sehen. Nach dem Besuch des Culture Centres mit vielen Informationen zum Leben, der Kultur und den Gesetzen der Aboriginals sind wir erst fuer Lunch ins Camp und dann zu den Olgas gefahren. Geplant waere eigentlich eine dreistuendige Wanderung gewesen. Aber inzwischen war es Nachmittag, fast 40 Grad heiss und die Wanderung waere zu anstrengend gewesen. Man scheint sehr vorsichtig zu sein, nachdem sie einige Todesfaelle wegen Herzattacken und viele Schwaecheanfaelle hatten. Es wurde uns auch immer wieder gesagt, wir sollen trinken. Auf jede kleine Tour, und wenn es auch nur eine halbe Stunde war, sollten wir Wasser mitnehmen. Wir haben dann eine kleine, einstuendige Wanderung gemacht und es war echt hart. Die Sonne brennt unerbittlich und kein Lueftchen ging. Aber davon abgesehen haben mich die Olgas auch total beeindruckt! Doc hat uns den geologischen Vorgang erklaert, wie dieses lustige Berggebilde entstanden ist. Irgendwie wurden sie durch ein Erdbeben aus der Erde herausgestuelpt.... Ich habe den genauen Zusammenhang leider nicht mitbekommen. Vielleicht lag es an der Hitze, vielleicht aber auch an meinen mangelnden geologischen Kenntnissen ;-)

Nach den Olgas und einer kleinen Pause gings zurueck zum Ayers Rock, Sunset war angesagt. Wir standen da mit Sparkling Wine (Prosecco) und Snacks und warteten, dass sich die Farben des Uluru mit der untergehenden Sonne veraendern. Leider hatten sich inzwischen Wolken vor die Sonne geschoben und wir haben so gut wie keine Veraenderung festgestellt. Aber die Stimmung (und der Prosecco) waren trotzdem gut und wir fuhren alle zufrieden zurueck ins Camp fuers Nachtessen. Um 22.00 Uhr war dann schon Lichter loeschen, denn die Tagwache war fuer 04.30 h (!!) angesagt.








...und von nahem.










Dies ist der Blick aus der Schlucht, in der wir gewandert sind.

Freitag, 23. Februar 2007

Auf los gehts los im Red Centre

Nun bin ich also in Alice Springs angekommen. Leider hatte ich keinen Fensterplatz auf dem Flug aber ein bisschen konnte ich bei der Landung auf die rote, huegelige Weite schielen. Die Fahrt vom Flughafen zum Hostel bestaetigte, was ich nicht unbedingt erwartet haette. Es hat ueberall recht massive Steinhaufen hier, rot natuerlich. Hatte es mir komplett flach vorgestellt.

Das Hostel ist verglichen mit jenem in Adelaide vom letzten Jahrhundert. Nicht mal eine CD kann ich hier in den PC schieben, geschweige denn einen USB-Stick anwenden. Somit muesst ihr auf meine Fotos von der Barossa Valley-Tour gestern noch ein bisschen warten.

Es ist unglaublich heiss hier und die Zimmer haben keine Air-Condition! Habe vorhin mein Gepaeck umorganisiert, weil ich den Koffer hier lasse waehrend der Safari und nur meinen Rucksack mitnehme. Der Schweiss tropfte nur so... die Internet-Ecke ist zum Glueck airconditioned. Ich werde jetzt mal einen Spaziergang ins Staedchen machen und mich nach was Essbarem umsehen.

Morgen um 06.00 Uhr gehts dann los und ich werde bis am Montag abend auf der Tour sein. Am Dienstag fliege ich dann nach Cairns und ich hoffe, dass ich Euch dann von meinem Abenteuer berichten kann.

Donnerstag, 22. Februar 2007

Barossa Valley und Hahndorf


Dies sind zwei Eindruecke meiner Tagestour von Adelaide aus.



Hier sieht man den Blick ueber das wunderschoene Barossa Valley, welches fuer seine koestlichen Weine weltberuehmt ist.






Hahndorf ist ein ehemaliges, deutsches Siedlerdorf oestlich von Adelaide. Noch heute sieht man die Spuren der deutschen Siedler und ich genoss meine Bratwurst mit Kartoffelsalat und natuerlich ein Bier (welches allerdings australisch war ;-)

Mittwoch, 21. Februar 2007

Adelaide

Nach der sechsstuendigen Busfahrt gestern durch weiteres Niemandsland bin ich in Adelaide angekommen. Das YHA-Hostel (Jugendherberge) ist super! Riesig, hier gehen so viele Leute ein und aus. Die Zimmer sind sauber, die Waschraeume auch! In der grossen Kueche hat es acht Kochnischen, wie in der Hauswirtschaftsschule damals ;-) Jeder hat seine Lebensmittel in einem der riesigen Kuehlschraenke und kocht sich am Abend (manche auch Mittags) was er mag. In meinem Viererzimmer sind noch zwei Japanerinnen und eine Kanadierin einquartiert. Alles nette Maedels! Ich platzierte also mein Gepaeck im Locker (abschliessbarer Schrank im Zimmer...) und ging mal auf Entdeckungstour durch Adelaide.

Ehrlich gesagt war ich erst etwas enttaeuscht. Es kam mir alles dreckig und alt vor. Natuerlich verglich ich alles mit Melbourne, was falsch ist, denn Adelaide ist Adelaide. Vielleicht lag es daran, dass ich muede war von der langen Reise und auch hier ist es halt einfach sauheiss und manchmal fuehlt man sich in der Hitze einfach gar nicht wohl.

Heute morgen sah dann auch alles ganz anders aus. Ich ging zuerst zur Art Gallery, welche sehr bekannt ist. Fuer meinen Geschmack ist sie etwas ueberladen. Ich mag es nicht, wenn die Bilder so nahe beieinander aufgehaengt sind. Aber die Sammlung ist nett, es hatte einige europaeische Kuenstler zu bewundern und sogar Highlights wie Rodin, Monet oder Klimt. Beeindruckend war aber auch hier die Kunst der Aborigines. Ich freue mich darauf, in Alice Springs, dem Mekka dieser speziellen Kunst, mehr zu sehen.

Danach machte ich einen Spaziergang dem Torens River entlang. Sagenhaft... ein gruenes Paradies und so wunderschoen schattige Plaetzchen. Ich genoss den langen Spaziergang, setzte mich ab und zu auf eine Bank und hoerte den schnatternden Enten und Schwaenen (die sind hier schwarz!!!) zu. Beim Nachdenken entschied ich mich definitiv, nach Alice Springs zu fliegen und nicht noch einmal 17 Stunden Niemandsland im Zug oder Bus auf mich zu nehmen. Somit ging ich schnurstracks ins Reisebuero, buchte meinen Flug nach Alice, meine Camping-Safari zum Ayers Rock, Kings Canyon und zu den Olgas und auch meinen Flug nach Cairns. Jetzt gibt es kein Zurueck mehr. Ich muss die Camping-Safari machen.... :-/



Morgen steht das Barossa Valley auf dem Programm. Wir besuchen Weingueter und werden wohl auch degustieren.... mmmhhh, freue mich auf ein feines Troepfchen Wein!








Montag, 19. Februar 2007

Haette ich fast vergessen....

An meinem letzten Tag in Melbourne ist etwas Unglaubliches passiert! Ich wollte mein Zugticket nach Bendigo kaufen und ging dafuer ins Tourist Information Center. Und wen treff ich da?? Roger Ackermann und seine Freundin, ich glaube sie heisst Mireille... oder? Ihr Vater, Ernst von Arx, hat mir mir bei Ringier gearbeitet und her hat mir noch gesagt, sie seien auf Weltreise und werden auch nach Australien gehen. Aber nie im Leben haette ich gedacht, dass ich die beiden treffe.

Wir haben ein bisschen geplaudert und erzaehlt, leider war ich aber ein bisschen in Eile, da ich mit Angela abgemacht hatte. Die beiden haben mir erzaehlt, dass sie jetzt gerade zwei Wochen bei Sacha Studer waren, der in Torquay lebt.... Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus, Torquay ist gerade mal ne Stunde von Melbourne weg und ich war ja da, als wir an der Great Ocean Road waren. Ich hab doch nicht gewusst, dass Saechu in Torquay wohnt. So ein Mist, am letzten Tag hab ich das erfahren....

Ich war so durcheinander, dass ich ganz vergessen habe, ein Foto mit den beiden Gaeuern zu machen. Und danach habe ich mich darueber geaergert und ganz vergessen, hier davon zu berichten. Aber jetzt wisst ihr Bescheid.... :-)

Nowhereland

Seit Samstag bin ich also in meinen richtigen Ferien! Ich bin mittags von Melbourne losgefahren in Richtung Bendigo. Ein freundliches Laecheln des Busfahrers und die nette Dame im Museum, die mein Gepaeck aufbewahrt hat, haben mir den Einstieg recht leicht gemacht. Ausserdem war die Art Gallery von Bendigo ein absolutes Highlight. Momentan stellen sie Fotos der meistfotografierten Menschen der Welt aus, wie z.B. Marilyn Monroe, J.F. Kennedy oder Elvis. Das Museum an und fuer sich war schon ein Bijou.

Danach machte ich mich zu Fuss auf den Weg in mein Hostel. Es war noch niemand im Office, ich musste warten. Und es wartete schon ein anderer, der wie ein Schweizer aussah... und auch einer war. Aus Obwalden... :-) Wir plauderten ein wenig und ich hoffe, wir koennten vielleicht abends was zusammen machen. Aber er war nicht auf Gesellschaft aus. Entweder war ich ihm unsympathisch oder er war ein innerschweizerischer Eigenbroedler.... :-)

Also ging ich abends alleine was essen und danach ins Kino (Music & Lyrics mit Hugh Grant und Drew Barrymore -> ganz nett). War ok soweit...

Gestern Sonntag war ich schon frueh wach und machte mich gleich auf, um noch mehr des Staedchens zu erkunden. Aber morgens um neun Uhr schlaeft noch alles... endlich fand ich ein Cafe, welches schon geoeffnet hatte und freute mich ueber meinen feinen Kaffee und die Pancakes! Danach stieg ich in das Talking Tram, ein uralter Cable Car, sah suess aus und ist die Touristenattraktion Bendigos. Wir fuhren eine Stunde durch die Stadt und erfuhren (ueber Lautsprecher) allerlei von der Goldgraeberzeit!

Es war sehr heiss inzwischen und ich musste fest stellen, dass in Bendigo den ganzen Sonntag nicht sehr viel los ist. Militaermuseum und Chinesisches Museum interessierten mich nicht wirklich und fuer die Fuehrung durch die Goldmine wollten sie 16 Dollar... das war mir zuviel.

Ja, der Sonntag war somit halt dann schon recht langweilig. Um drei Uhr nachmittags ging ich ins Hostel zurueck und legte mich etwas hin (Das Zimmer war ok, aber kein Tisch und Stuhl... was Schreiben musste man im Aufenthaltsraum! Internet war kaputt, das waere sonst auch noch ein Zeitvertreib gewesen). Spaeter setzte ich mich zu einem Aussie-Typen ins Fernsehzimmer... aber es lief Cricket! Hmm... ich wollte nicht Cricket schauen und es war sonst niemand da, mit dem ich haette plaudern koennen oder so. Also ging ich halt nochmal ins Kino :-) (Pursuit of Happiness mit Will Smith -> SUPER)

Zurueck im Hostel machte ich mir den Salat, den ich mir nachmittags gekauft hatte und setzte mich danach nochmal ins Fernsehzimmer. Der Typ sah sich inzwischen Grey's Anatomy an, was akzeptabel war :-)

Heute morgen schleppte ich mein Gepaeck dann den Berg hoch zum Bahnhof und stieg in einen uralten Zug, um nach Swan Hill zu fahren. Auf dieser Fahrt bekam ich dann erste Eindruecke vom Niemandsland! Km um km einfach nur Felder, Baeume, rote Erde...
Es hatte doch ein paar Kuehe und Pferde die am Weiden waren und jedes mal davon rannten, wenn der Zug naeher kam. Ich fand das lustig, schliesslich faehrt da ja jeden Tag mind. ein Zug durch, die sollten sich doch langsam daran gewoehnen....?? Beim Lesen des Reisefuehrers entdeckte ich, dass die Hauptattraktion in Swan Hill - das Pioneer Settlement Museum (etwas wie der Ballenberg) - am Montag geschlossen ist! Das ist doof! Als ich dann noch realisierte, dass der Ort wirklich winzig ist, beschloss ich heute noch weiter nach Mildura zu fahren. Um drei geht der Bus und das gab mir genug Zeit, um ein bisschen rumzulaufen, und in der Bibliothek mein Tagebuch nachzufuehren. Fotos folgen dann spaeter! Ich hoffe, dass ich in Adelaide, wo ich wohl ab Mittwoch bin, ein bisschen mehr Zeit zum Schreiben (auch E-Mail-Antworten!) habe!

Donnerstag, 15. Februar 2007

Aidan & Ice-Cream

Auf dem Weg zurueck von den Dandenong Ranges holten wir Aidan von der Schule ab und goennten uns ein leckeres Eis in Port Melbourne! Ich konnte nicht anders und musste Aidan beim Eis schlecken fotografieren :-)








Spezieller Teashop in Sassafrat









Ausflug mit Sue zu den Dandenong Ranges

Heute hat Sue mit mir einen Ausflug gemacht in die "Berge" von Melbourne gemacht. Es sollte eigentlich Regenwald sein, aber es war so trocken, wir haben mehr Staub angetroffen. Dennoch war es schoen unter den hohen Eukalyptus-Baeumen. Da werde auch ich ganz klein nebendran.... :-)

Wir fuhren nach dem Regenwald auf einen Gipfel, von welchem man ueber das weite Land nach Melbourne sehen konnte. Leider war es etwas dunstig, aber wenn man das Foto vergroessert (einfach draufklicken) sieht man im Hintergrund die Skyline.




In Sassafrat, einem kleinen Oertchen haben wir dieses niedliche Restaurant angetroffen und einen verrueckten Teeladen. Ueber den musste ich aber ein eigenes Kapitel schreiben!


Miss Marple's Restaurant

Mittwoch, 14. Februar 2007

Klassisches Konzert mit Pick-Nick im Park

Also, heute Mittwoch war in der Kings Domain, einer der grossen Parks in Melbourne, ein Konzert mit dem MSO (Melbourne Symphony Orchestra). Das Konzert ist von Sidney Myer, dem lokalen Kaufhaus-Magnaten gesponsort, resp. aus einem Fonds. Der russisch-juedische Unternehmer ist mit nichts nach Australien gekommen, aber inzwischen traegt die groesste australische Kaufhauskette (a la Globus) seinen Namen. Seine groessten Erfolgsschritte machte er in Melbourne, jedenfalls soll er der Stadt viel zu verdanken haben und moechte mit diesem Fonds den Menschen von Melbourne etwas zurueck geben.

Es wurden drei russische Komponisten gespielt, ich habe nur Rachmaninov gekannt. Aber es spielte keine Rolle, alle drei Werke waren super! Es mag im ersten Moment vielleicht ein bisschen komisch sein, klassische Musik aus Lautsprechern zu hoeren. Aber die Open-Air-Atmosphaere in diesem schoenen, gruenen Park, mit den Wolkenkratzern im Hintergrund... ich fand es genial.

Da es jeweils recht voll wird auf der Wiese trafen wir uns schon eine Stunde vor dem Konzert und hatten ein feines Picknick. Wir = Chris, Aaron, Aidan, Sue, Rob, ich und Rosalie, die das Foto gemacht hat!


Hier noch ein nettes Bild mit Sue und Aidan!







Die Aussicht von den Rialto-Towers


Heute Mittwoch nutzte ich die letzte Gelegenheit nach der Schule, um die Stadt von oben zu betrachten. Das Observation Deck der Rialto Towers ist eine Touristenattraktion. Vom 74. Stockwerk aus auf fast 250 m Hoehe sieht man ueber die ganze Stadt. Und nach sechs Wochen hier konnte ich mit dieser Aussicht auch etwas anfangen. Ich sah viele Plaetze, die ich besucht hatte von oben und wenn es nicht so dunstig gewesen waere, haette ich wohl auch bis zum Haus von Sue und Rob gesehen.

Auf dem ersten Bild sieht man in der Mitte das laengliche, goldene Gebaeude. Dies ist der Bahnhof, an welchem ich fast taeglich den Zug nach Hause nahm. Auf dem Hinweg fuhr ich meistens direkt zur Schule, aber wenn ich nachmittags noch in der Stadt war stieg ich an diesem speziellen Bahnhof ein. Direkt hinter dem Bahnhof sieht man einen grossen Komplex, der ein bisschen wie eine Baustelle aussieht. Das ist unser geliebter Feder(er)ation Square mit einigen Museen, einem schoenen, grossen Platz fuer offizielle Anlaesse und Heimat des Tourist Information Centres. Auch hier habe ich viel Zeit verbracht und im netten "Timeout"-Cafe viel Kaffee getrunken :-) Rechts hinter dem Fed Square sieht man die drei grossen Stadien. Das groesste -links- ist der Melbourne Cricket Ground! Ein enormes Stadion - 100'000 (!!!) Leute haben darin Platz. Rechts davon sieht man die Vodafone-Arena (unten) und die Rod-Laver-Arena (oben) wo ich fuers Tennis war.


Auf dem anderen Bild sieht man die Aussicht in Richtung Westen, wo ich gewohnt habe. Sue und Rob fahren mit dem Auto ueber die grosse Bruecke, wenn sie in die Stadt fahren. Die Bruecke fuehrt ueber die Riesige Muendung des Yarra Rivers in das Meer. Rund um den Fluss ist an dieser Stelle viel Industrie. Auch in Newport, welches hier leider ziemlich im Dunst versinkt, hat es viel Industrie. Es war nicht der schoenste Ort zum wohnen, aber Melbourne war ja nah!

Dienstag, 13. Februar 2007

Ok, ok... i'm back on the road :-)

Es geht mir wieder besser und die Heimweh-Krise ist ueberwunden! Bestimmt wird eine naechste kommen, irgendwann... Aber es ist gut zu wissen, dass es vorbei geht!

Ich moechte Euch allen ganz herzlich danken fuer die lieben Kommentare hier im Blog, die Mails und die SMS, die mich wirklich aufgestellt haben. Es tut gut zu wissen, dass Ihr zu Hause an mich denkt und mit mir fuehlt. Ausserdem habe ich so viele Ratschlaege und Tipps erhalten, es kann nichts mehr schief gehen!!

Meine Weiterreise vom Samstag erst mal nach Bendigo ist jedenfalls gebucht! Gestern wollte ich ausserdem mein Hostel im naechsten Ort, in Swan Hill, buchen. Ich waehlte die Nummer und nachdem der nette Mann am anderen Ende sich gemeldet hatte, fragte ich: Can I stay with you on Monday, the 19th for one night? Der Mann lachte und sagte, ich habe wohl eine falsche Nummer.... hihi! Wie peinlich, ich habe irgendeinen Typen angerufen und gefragt, ob ich am Montag fuer eine Nacht zu ihm kommen koenne.... Er hat es mit Humor getragen und ich auch! Jedenfalls wird es wohl nicht das letzte Mal sein fuer ihn, denn im Reisefuehrer steht tatsaechlich seine Nummer!

Heute abend ist ein grosses Open-Air-Sinfoniekonzert im Park und ich werde mit Sue und ein paar anderen hingehen. Hoffentlich macht das Wetter mit, sie haben Gewitter gemeldet. Ausserdem schwaenze ich morgen die Schule und fahre mit Sue in den Regenwald zu Julie, welche ich bei Rob's Eltern kennen gelernt habe. Ich hoffe also, Euch am Freitag wieder ein bisschen was erzaehlen zu koennen!

Montag, 12. Februar 2007

Heimweh...



Es ist ein langweiliger Nachmittag... viele meiner Freunde sind inzwischen abgereist und die wenigen verbliebenen haben alle zu tun. So sitze ich in der Bibliothek unserer Schule und tue das Schlimmste, was man tun kann... ich surfe auf der www.kestenholz.ch -Seite! Das Fasnachtsprogramm ist online... wow, sie haben eine echte Geisterstunde an der diesjaehrigen Fasnacht!! Was gaebe ich drum, dabei sein zu koennen... Die Bilder meines geliebten Heimatorts machen mich traurig, vor allem das eine, welches in der Naehe meines Elternhauses gemacht wurde. Man sieht links den Eingang...

Es bleiben nur noch ein paar Tage Melbourne und obwohl ich froh bin, dass die Schule zu Ende ist, hab ich ein bisschen Bammel vor dem was jetzt kommt. Reisen wird wohl einiges anstrengender, als was ich waehrend der Schulzeit hatte. Es heisst sich um Unterkunft, Reisen, Essen zu kuemmern.... Und viele Entscheidungen sind zu treffen. Backpackers oder nicht, Greyhound-Bus oder Zug, Taxi oder laufen, Faehre oder Flug.... etc. Das viele Ueberlegen und werweisen macht mir Kopfweh, konnte mich gestern kaum bewegen vor lauter Kopfweh... Astrid sagte mir gestern am Telefon (nebst vielen anderen wertvollen Tips und gutem Zureden) : Ueberleg nicht, mach einfach! Ja, das sollte ich wohl tun!!!

Freitag, 9. Februar 2007

Fitzroy Garden's und Cook's Cottage

Gleich hinter der Kathedrale ist Fitzroy Gardens, einer der vielen schoenen Parks in Melbourne.
Die alten, riesigen Baeume haben mir gefallen!

In Fitzroy Gardens steht auch das Cook's Cottage. Cook's Cottage ist das einzige im 18. Jahrhundert erbaute Gebäude in Melbourne. Ursprünglich wurde es 1755 in Yorkshire (England) erbaut. 1933 wurde es nach Australien transportiert. Viele Menschen erinnert es an den Entdecker Australiens, James Cook. Cook's Cottage wurde von seinen Eltern gebaut und später auch besessen.

St. Patrick's Cathedral

Heute nach der Schule habe ich mir vorgenommen, mir endlich noch ein paar weitere Sehenswuerdigkeiten der Stadt anzusehen. Als erstes bin ich zur St. Patricks Cathedral gelaufen, die groesste, katholische Kirche in Melbourne. Und ich war ueberwaeltigt. Die Kirche ist wunderschoen und riesig! Hier die Bilder vom Haupteingang aus:








Im Innern ist mir als erstes diese Gedenktafel aufgefallen. Anscheinend war der Papst Johannes Paul II. in Melbourne und hat diese Kirche gesegnet. An der Wand hing ausserdem ein grosses Foto vom Papst Benedikt. Irgendwie hat mich das alles total beruehrt und ich musste mich einen Moment hinsetzen. Es ist diese spezielle Atmosphaere in den grossen Gotteshaeusern... wo man hinsieht Schaetze und Zeugen von wichtigem Zeitgeschehen.

Es findet immer noch jeden Tag eine lateinische Messe statt in dieser Kirche. Und am Sonntag sind zwei Messen mit Chorbeteiligung. Und wie ich gesehen habe singen sie das gesamte Programm von gregorianischen Gesaengen ueber Bach, bis zu moderneren Komponisten. Schade, dass ich es erst heute entdeckt habe....

Ein bisschen Besinnung hat gut getan, ich fuehlte mich richtig energiegeladen, als ich diese schoene Kathedrale verlassen habe.











Oscar - the cat


Das ist Oscar, der Kater meiner Homestay-Familie! Er ist ein bisschen eigen.... wie das fuer seinesgleichen ueblich ist. Gestreichelt wird er jedenfalls nicht so gerne. Aber er ist ein hervorragender Schauspieler. Wenn ich abends mal alleine zu Hause bin, kann er so ueberzeugend den Hungernden spielen, dass ich echt zweifle, ob er gefuettert wurde. Wenn ich Sue dann per SMS frage, ob ich ihm was geben soll, schreibt sie mir: Nein nein, wir haben ihn gefuettert, bevor wir gegangen sind.... der Lausebengel :-)

Mittwoch, 7. Februar 2007

Southern Cross Station


Die Southern Cross Station, einer der wichtigeren Bahnhoefe in der Stadt, ist ein Beispiel fuer die architektonischen Leckerbissen, die es hier zu sehen gibt. Das Dach ist wie eine riesige Welle angelegt, getragen von riesigen, massiven Stahltraegern. Die Gleise sind durch eine hohe Bruecke verbunden, wenn man das Perron wechselt macht man das also nicht unterirdisch, wie sonst so oft, sondern ueber diese Bruecke.

Wie Sue mir erzeahlte hat der Bau das Budget damals um das dreifache gesprengt. Mir soll's recht sein, ich finde es ein fantastisches Gebaeude :-)

Sonntag, 4. Februar 2007

Ferienfeeling am Brighton Beach

Heute Morgen bin ich aufgewacht und mein erster Gedanke war: Claudia und Reto sind weg... Die beiden haben inzwischen die Schule beendet und waren auf der Reise nach Sydney. Fuer mich hiess es, dass ich ab sofort meine Freizeit ohne meine beiden engsten Schulfreunde hier planen musste.
Der Himmel war bewoelkt, obwohl ein sonniger, warmer Tag angesagt war. Zum Glueck weiss ich inzwischen, dass sich das Wetter in Melbourne innerhalb weniger Minuten total aendern kann. Also habe ich trotzdem mein Badezeugs eingepackt und habe mich auf den Weg in die Stadt gemacht. Sollte das Wetter kuehl und wolkig bleiben, wollte ich mir erst mal endlich die beiden bekannten Kunstmuseen ansehen.
Aber noch bevor ich in der Stadt war lichtete sich der Himmel und ich entschied mich fuer Brighton Beach. Ich nahm im Zentrum einen Zug Richtung Suedosten, und nach einer halbstuendigen Fahrt war ich am wunderschoenen Brighton Beach, von welchem aus man im Hintergrund die schoene Skyline Melbournes sieht:
Brighton ist bekannt fuer die farbigen Beachhouses, und die sehen wirklich ganz suess aus:
Inzwischen hatte ich Raffaela, welche ich auch vom College kenne und welche uebrigens in Boningen (SO) aufgewachsen ist, eine SMS geschrieben. Ich wusste, dass sie in der Naehe wohnt und prompt hatte sie Zeit. Somit verbrachte ich mit ihr einen netten Tag am Beach!

Werribee Open Range Zoo

Meine Homestay-Family plante einen Trip zum Werribee Open Range Zoo, von welchem ich auch schon gelesen hatte. Sie fragten mich, ob ich sie begleiten moechte, was fuer mich natuerlich eine super Gelegenheit war. Der Zoo ist sehr schoen angelegt und recht abenteuerlich gemacht. Wir haben Loewen, Cheetahs (Gepard), Hippos (Nilpferde), Nashoerner, Zebras, Giraffen etc. gesehen. Wir konnten mit einem Bus durch das riesige Gelaende fahren und waren somit recht nah bei den Tieren. Das war vor allem fuer den kleinen Aidan ein super Erlebnis.
Aidan im Mund des Hippos
Interessanter fuer mich war der australische Teil des Zoos wo ich endlich meine ersten Kanaroos und Emus sah:



















Wir konnten wirklich ohne Zaun an diesen Tieren vorbeigehen. Erst war mir ein bisschen mulmig zu mute, aber anscheinend haben diese Tiere wirklich mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen.

Total suess fand ich die kleinen Meercats, denen koennte man stundenlang zusehen, wie sie ihre Loecher buddeln, um was Essbares zu suchen, und immer einer haelt Wache, ob keine Gefahr naht (so wie hier jener hinten links):
Am Abend war auf dem grossen Barbecueplatz "African Night". Anscheinend lieben die Aussies Barbecue. Die sind super ausgeruestet mit Picknick-Decken, Campingstuehlen und Kuehlboxen... ausser meine Family natuerlich... Vielleicht haetten sie ja irgendwo so Zeugs in ihrem Ghetto, aber sie hatten nichts dabei. Zum Glueck waren Rob's Eltern auch da, die eine Decke uebrig hatten, somit mussten wir wenigstens nicht im feuchten Gras sitzen. Etwas zu Essen holten wir uns halt vom afrikanischen Buffet! Es war total lecker, aber scharf wie Anton (aus Tirol :-)! Die Atmosphaere in der Sonnenuntergang-Stimmung mit den afrikanischen Trommeln und Gesaengen war super. Spaeter animierte uns die Band zum Tanzen, was Aidan, Rosalie (Aidan's Grandma) und ich auch machten!
Es war ein schoener Nachmittag und Abend. Was mich ein bisschen traurig stimmte war, dass der kleine Aidan weder einen Hut, noch eine Sonnenbrille getragen hat. Auch war weit und breit keine Sonnencreme zu sehen, obwohl die Sonne am Nachmittag noch recht stark war! Schon nach einer halben Stunde habe ich seine roten Backen gesehen und hatte das Beduerfnis, ihn mit meinen Sonnenschutz einzucremen. Aber ich wusste nicht, wie ich das erklaeren sollte... Ist ja schon ein bisschen peinlich, wenn ich vom Ausland die Leute hier informieren muss, wie gefaehrlich die Sonne in Australien ist...? Er hat mir einfach nur leid getan! Hier kuemmert man sich einfach nicht so um einander, nicht mal um die eigenen Kinder.... traurig, nicht?