Ich bin gerade von einer zweitaegigen Tour in den Regenwald zurueck gekehrt! Wir sind gestern morgen in Cairns losgefahren nach Port Douglas, in eine Art Zoo, wo man die Tiere des Regenwaldes zu sehen bekam. Die bunten Voegel mit ihren speziellen Rufen und Liedern haben mich am meisten fasziniert. Es hatte auch Kaenguruhs, Koalas (die man auch streicheln konnte), Fledermaeuse, und natuerlich Krokodile. Letztere haben sich aber vor mir versteckt. Die Wallabies (kleine Kaenguruhs) waren suess. Die kommen ganz nahe, weil sie gewohnt sind, gefuettert zu werden!
Dann sind wir nach Mossman Gorge weiter gefahren, eine eindrueckliche Regenwald-Schlucht, wo uns der Guide wieder allerlei Interessantes erzaehlt hat. Es gibt ganz gefaehrliche Pflanzen im Regenwald, mit Widerhaken oder giftigen Ausduenstungen. Er hat Tiere geortet, welche wir Touris niemals selber gesehen haetten. Natuerlich tarnen die sich alle total gut! Am Ende der Wanderung durch die Schlucht sind wir zu einem Fluss gekommen, in dem man baden konnte (ich hab nicht... ;-).
Danach sind wir weiter zum Daintree River gefahren. Ein breiter Fluss, der auch Heimat von Krokodilen ist. Auf einer stuendigen Flussfahrt suchte unser Guide entlang des Flusses nach weiteren Regenwald bewohnern. Wir haben ein junges (6-jaehriges) Krokodil gesehen, eine Schlange auf einem Baum, einen Kingfisher-Vogel (wunderschoenes Tier)... es war cool! Es gibt keine Bruecke ueber diesen Fluss, sondern eine Faehre. Die Autos fahren also auf die Faehre und werden die ca. 50 m ruebergeschifft.

Weiter ging's dann nach Cape Tribulation! Hoch oben in North Queensland gibts keine Elektrizitaets-Verbindung mehr (auch kein Handyempfang, natuerlich) Strom wird mit Diesel-betriebenen Generatoren erzeugt. Speziell an dieser Region ist, dass der Regenwald bis ans Meer grenzt. Der Strand ist wunderschoen natuerlich. Unser Nachtquartier war ein Hostel der Hippieszene. Die meisen vom Personal da sind Rasta-Typen. Die Zimmer waren ziemlich stinkig und die Betten klein. Alles war alt und ein bisschen vergammelt... Haette ich nicht so viel Spass mit Connie und Michael aus Deutschland gehabt, waere ich da wohl recht verzweifelt gewesen. Aber zu dritt haben wir das Beste aus dem Abend gemacht und sind bis spaet bei 1, 2, 3 Bier in der Bar gesessen.
Heute morgen nach dem Fruehstueck haben wir drei uns dann alleine auf einen Dschungel-Spaziergang gewagt. Natuerlich verziehen sich die Tiere, wenn man staendig quatscht auf dem Boardwalk... aber wir haben doch ein paar Spinnen, Krebse, Tropenhuehner und natuerlich wunderschoene Pflanzen gesehen.
Am Ende unserer etwa zweistuendigen Wanderung kamen wir an ein Wasserloch, das zum Baden freigegeben war. Dies war uns ganz recht, denn uns war total heiss und im Meer kann man zur Zeit wegen den Quallen nicht baden. Also versuchten wir irgendwie in das Wasserloch zu kommen und kaempften uns durch den tropischen Wald. War irgendwie abenteuerlich und wir mussten dann auch richtig klettern und durchs Wasser waten und um unsere trockenen Sachen im Rucksack bangen. Am Schluss hatten wir aber dann unser erloesendes Bad und ich war total hin und weg von diesem Anblick ueber mir, als ich auf dem Ruecken im Wasser gelegen bin. Palmen, riesige Farne, gruen-gruen-gruene Pflanzen waren wie ein Dach ueber unserem speziellen Naturpool... es war genial! Und ich war so dankbar dass ich Michael und Connie getroffen habe, denn alleine waer ich da niemals hingegangen.
Ja, und jetzt treff ich die beiden dann gleich noch auf ein Bier, bevor sich unsere Wege wieder trennen!